Lesung mit Monika Helfer

  • Wann
    Montag 09.11.2020 20:00-21:30
  • Ort
    Bibliothek Zug, St. Oswalds-Gasse 21, 6300 Zug
  • Typ
    Veranstaltung

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Gespräch mit der Autorin über ihren autofiktionalen Roman.

Dieser Roman ist das lebendige und berührende Porträt einer Frau und Mutter Anfang des 20. Jahrhunderts. Monika Helfer erzählt mit grosser Wucht die Geschichte ihrer eigenen Herkunft, sie erzählt von einer Familie, die von allen nur die Bagage genannt wird.

Josef und Maria Moosbrugger leben mit ihren Kindern ganz am Rand eines Bergdorfes, fernab der restlichen Bewohner. Sie sind die Abseitigen, die Randständigen, die Armen, die Bagage. Es ist die Zeit des Ersten Weltkriegs und Josef wird zur Armee eingezogen. Es ist die Zeit, in der Maria und die Kinder allein zurückbleiben und abhängig werden vom Schutz des Bürgermeisters. Es ist die Zeit, in der Georg aus Hannover in die Gegend kommt, der nicht nur hochdeutsch spricht und wunderschön ist, sondern eines Tages auch an die Tür der Bagage klopft. Und es ist die Zeit, in der Maria schwanger wird mit Grete, dem Kind der Familie, mit dem Josef nie ein Wort sprechen wird: der Mutter von Monika Helfer.

Monika Helfer, *1947 in Au/Bregenzerwald, schreibt Romane, Erzählungen und Kinderbücher. Neben zahlreichen Preisen ist sie die Trägerin des Solothurner Literaturpreises 2020. Sie lebt mit ihrer Familie in Vorarlberg.

«Eine Familiengeschichte, so archaisch wie ein Märchen und so präzise wie ein wissenschaftlicher Bericht.» Franziska Hirsbrunner, Moderatorin bei SRF Kultur

Eintritt: Fr. 15.-/ 10.- (Mitglieder)